Dienstag, 2. Dezember 2008

Kein Keynes?

Wer ein gutes Gedächnis hat, ist klar im Vorteil: Im Jahr 2005 hat die große Koalition schon einmal ein Investitionsprogramm aufgelegt, dass ganz wesentlich dazu beigetragen hatte, Deutschland wieder zurück auf einen ordentlichen Wachstumspfad zu führen - das war bereits eine keynesianische Maßnahme! Zuvor hatte die Rot/Grüne Regierung es nicht geschafft, die Rezession nach dem Platzen der "New Economy Blase" in den Griff zu bekommen. Ihr Deficit-Spending via Tax Cuts ist grandios gescheitert und im Endeffekt musste Hans Eichel sogar prozyklisch sparen - was die Rezession hierzulande unnötig verlängerte! Ergo: Es gilt auf die jeweilige wirtschaftliche Situation unideologisch mit dem angemessenen Instrumentarium zu reagieren - und bei einem "keynesianischen Szenario" sollte man eben mit den entsprechenden Mitteln zu Werke gehen. Schon der ordoliberale Vordenker Alexander Rüstow hat auf die Lernfähigkeit der Wirtschaftsakteuere gesetzt und ihm war jegliche "Wirtschafts-Orthodoxie" zu wider - wobei sich Rüstows Aussagen konkret auf das Versagen und dem Dogmatismus der Neo-Klassik während der Weltwirtschaftskrise 1929 bezogen.

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